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Accesscoires

1 Der "Snooker-Lappen"

Snooker mögen Beate und meinereiner gleichermaßen. Auch wenn ich persönlich mich immer recht verloren an einem 12" Tisch fühle und die großen Distanzen bei gleichzeitig so kleinen Bällen und Taschen fürchte. Schwer genug beim 9-Ball eine vernünftige Figur an einem kleineren Tisch zu machen... Aber die letzten 3 Jahre waren beim Snooker wirklich faszinierend. Taktik, Safe-Spiel & Breakbuilding haben (ohne Namen zu nennen) ein schwindelerregendes Level erreicht und es gab manch langen Frame, bei dem in einer halben Stunde kein Ball fiel, aber eine Spannung zum Fingernägelknabbern herrschte.

Beate wollte schon lange unbedingt eine schwarze Snooker-Kugel und erfüllte sich jetzt den Wunsch zum  Jahresende. Dann sprach sie mich an, ob ich noch ein Lederläppchen übrig hätte... Ich hatte direkt eine tolle Idee, aber nein, ein Läppchen reicht. Sie bekam einen Lederrest mit Loch und modelliertem Rand...: vorerst!

Nun war ich ohnehin krank zuhause und der PC steht direkt am Bett. Also entwarf ich ein Lederläppchen in Form eines Snookertisches.

Alles gar nicht so einfach, die Proportionen und Maße sollten ja stimmen. Gut, die schwarze Kugel wäre dann der große Ausreißer. Die Kugel wurden beim Klischee zylindrisch, sie mussten ja eine Menge Druck ertragen.

Im Rohling sah das ja noch  recht ansprechend aus.

Aber beim Färben ging es dann irgendwie schief. Der Farbblocker blockte nicht, die Abklebungen entwickelten massive Kapillarkräfte, die Farbe wurde fleckig und zu dunke, ldie Taschenlöcher waren ein Tick zu groß. Es gefiel mir einfach überhaupt nicht!

und ich machte dieses Teil erst gar nicht fertig. Zudem sind 3,0 mm Leder zuwenig um eine Snooker-Kugel zuverlässig am Wegrollen zu hindern, ein leichter Stoß genügt und "sie bewegt sich doch", das hat uns das provisorische Läppchen gelehrt...

Also still und heimlich die ursprüngliche Idee hervorgekramt unmd eine vernünftige Auflage kosntruiert und gedruckt.

Die Auflage ist exakt für 52,45mm (2 Zoll) geformt und da rollt bis zu Beben mit 5,2 auf der Richter-Skala gar nichts weg. Dieser "Kugelthron" wird mit feinstem, roten Leder bezogen. Natürlich muss das Leder satt anliegend verklebt werden, gespannte Partien sind wie Faltenbildung absolut unerwünscht.

Um den Kontrast zu erhöhen, gerade durch die Wirkung der Lichtkante, wird die Unterseite mit schwarzem Velourleder bezogen. So ist auch von der gedruckten Form gar nichts mehr zu sehen.

Einen sehr schönen Kontrast bildet das matte Leder zu der glänzenden Kugel.

Und da thront sie dann ...

Ok, das gefällt. Auch Beate ist zufrieden und nun kann Sie sie selbst auf dem Lautsprecher positionieren, ohne sie nach jedem Film wieder aufheben zu müssen...




2. Der Tabakbeutel

Auch hier stand zunächst der Ärger über das nachgebende Klischee, aber letzztlich ist es ja nur ein Tabakbeutel... Ih legte mir den verunglückten Rohling zurecht,

betrachtete ihn mir nochmal und machte einfach weiter...

Ich entschied mich dazu, die raue Oberfläche vom Rand bis zum Rand über das ganze Lederstück zu punzieren.

Die Fehler verschwanden einigermaßen, ich hätte aber dennoch das Schwert fester prägen müssen und niucht schon beim "Klong" die Presse wieder zu öffnen.

Aber als Tabakbeutrel sollte es brauchbar sein. Die Aufnahme der Blättchen sollte innen liegen und nicht schnöde aufgesetzt, wie bei den Beutel, die man kaufen kann.

Das Krifon-Logo war aber wieder sehjr schön geworden...

Dann wurde es in "Ochsenblut" gefärbt.

Die verzierten Seitenteile wurden verklebt und vernäht. Damit beim Kleben die vorgefertigten Löcher wirklich sauberübereinander liegen, führten Zahnstocher das erste und das letzte Loch. So gelang eine perfekte Flucht.

Nach einem ausreichenden Ablüften des Klebers, wurde das Garn eingefädelt, dann das Leder verpresst und ,it einer ordentlichen Sattlernaht vernäht.

Die fein abgestuften Färbungen im Leder kommen im Blitzlicht leider überhaupt nicht raus, Im Original ist er wirklich viel hübscher...

Die Vorderseite wird dadurch, dass sich der Druckknopf noch der Vernickelung entledigen wird und dann das echte Messing durchkommt, ebenfalls im Laufe der Zeit noch gewinnen.

Der Blättchenspender ist zwar fummelig nachzufüllen, aber weitaus schöner als die klassische Variante der Massenhersteller.

Zum Schluss wurden alle Kanten erneut beschnitten, verrundet, geschliffen und nachgefärbt.

Zwar nicht ganz wie ursprünglich geplant und erwartet, aber erst mal durchaus brauchbar... Auf zu den nächsten Projekten... (Buckler und Torpedo)


3. Sonstiges

Hier werden bald weitere, kleine Lederaccesscoires vorgestellt.



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