über Wasser, Wolken, Stahl und mehr. . .

Der Rursee

2015 Erster Besuch

Der Rursee, ist ein Stausee, den ich bereits in meiner ersten Paddelkarriere mit der Morgana befahren hatte. Damals wohnte ich in Zülpich, ein Katzensprung nach Schwammenaul an der nördlichen Staumauer. Hier gibt es etwas Infrastruktur, sprich Bootsverleih, Liegeplätze, Fahrkartenverkauf für die Fahrgastschiffe, ein Restaurant und einen großen Parkplatz.

Für Kanus hat man hier eine schöne lange Rampe, die oben allerdings mit einer Schranke versehen ist. An dieser mit Halteverbot versehenen Straße müsste man also eigentlich erst parken und dann das Kanu ans Wasser tragen oder mit einem Kanuwagen hin rollen. Ich habe aber immer Autodach oder Trailer direkt an der Schranke entladen, (wobei man die Straßenlok mit ihren Anhängerchen aus Heimbach beim Drehen nicht behindern sollte).  Je nach Wasserstand des Sees, und das kann auch schon mal so um ~20m differieren (!),  ist die Rampe auch noch mal etwas länger.

Bei unserem ersten Trip mit der Amadahy auf diesem See, war der See wohl gefüllt. Der Uferbewuchs ging also bis an das Wasser, optisch wie bei einem natürlichen See, der nicht in erster Linie die Aufgabe hat, als Trinkwasserreservoir für das Kölner Becken zu dienen. Ihr werdet auf späteren Bilderen erkennen, dass bei einem niedrigen Wasserstand die Uferbereiche auch eine Anlandung erlauben, ohne das umgebende Naturschutzgebiet zu stören. An diesen Tagen kann man dort auch ohne Rüge eine Badepause an den Ufern einlegen. Prinzipiell sind Motorisch angetriebene Boote verboten, gut es gibt zwei Fahrgastschiffe (Diesel) auf dem oberen See-Teil und zwei (Elektro) auf dem unteren Seeteil, aber bis auf der DLRG wurden mittlerweile nur kleine elektrische Flautenschieber erlaubt. Für Segler ist der Stausee ein Dorado, da hier eigentlich immer eine mindestens leichte Brise weht und der See durch die vielen seitlichen Taleinschnitte ein sehr anspruchsvolles Revier ist, auf dem schon Europameister ihre Basis gelernt haben.

Was den See für Paddler besonders interessant macht, ist nicht die überschaubare Größe, sondern seine Entstehungsgeschichte, die dafür sorgte, dass es an diesem See so gut wie keine Besiedelung oder Uferstraßen gibt. Ein Truppenübungsplatz, der zum Naturschutzgebiet umgewidmet wurde, ließ hier wenig Raum zur Bebauung. So ist der Rursee eines der leisesten Reviere (gerade Sonntags) welches ich befuhr. Stimmen tragen bei wenig Wind kilometerweit über den See und das suchende Auge sieht die Personen bin der Ferne kaum.

Selten hört man Forstarbeiter, oder ein 10km hoch fliegendes Flugzeug, die man an normalen Orten schon gar nicht mehr hören kann. Keine Motorräder, Autos  oder sonstigen Motorlärm. Ja, die Stille ist es, die diesen Stausee wirklich ausmacht....












2018 August

2018 kamen wir dreimal an diesen hübschen See, um diese Ruhe zu genießen, die Jahre dazwischen erkundeten wir neue Reviere. Zwar haben wir eine weite Anfahrt und das Parken ist eben so lästig wie die Nutzungsgebühr und das Besorgen des entsprechenden Aufklebers, aber der See macht einfach Spaß.Bei diesen Bildern ist jetzt auch die andere Uferlinie durch den niedrigeren Wasserstand gut zu erkennen.














2018 zwei Tage später

Erneut sind wir zum Paddeln und Schwimmen an den Rursee gefahren... Auch ohne eigenes Boot kann man hier auf dem Wasser Spaß haben:

Vorbereitung während das Auto geparkt wird.

Und, endlich wieder auf dem Wasser...

An diesen wirklich heißen Tagen ist das Baden im kühlen Nass eine Wonne.

Man erkennt gut die trockengefallenen Ufer, so besteht wenigstens keine Gefahr beim Anlanden seltene Pflanzen zu zerstören.

An diesem Tag mein treuer Begleiter: Gustav

mit der ganzen Familie,

wachsam, wegen dem Nachwuchs.

Jedesmal sieht der See durch den unterschiedlichen Wasserstand anders aus.

Das Licht & Schattenspiel ist wunderbar.

Die Segler genießen den Wind,

verteilen sich aber schön auf dem See, man bekommt kein störendes "Regatta-Gefühl".

Der Blick zurück...

nachdem man das Kanu die lange Rampe hochgeschoben / -gezogen hat.



2018 September

Im September bei bestem Wetter kamen wir mit Freunden wieder und endlich gab es einmal Bilder von "uns".






Hier werden wir noch oft herkommen!