über Wasser, Wolken, Stahl und mehr. . .

Accessoires

Hier findet man kleine, nützliche Teile:

  1. Eine Auflage für eine Snooker-Kugel
  2. Einen Tabakbeutel
  3. Ein "Firmenschild"
  4. Ein Patch für einen Fußballfan
  5. Ein Handycase
  6. Visitenkartenspender
  7. Barschleder-Handy-Etui
  8. Die Impfpasshülle
  9. Beates Warnschild
  10. 20 Jahre Boote-Forum
  11. Ein Patch für das Pellenzer Open Air


1 Der "Snooker-Lappen"

Snooker mögen Beate und meinereiner gleichermaßen. Auch wenn ich persönlich mich immer recht verloren an einem 12" Tisch fühle und die großen Distanzen bei gleichzeitig so kleinen Bällen und Taschen fürchte. Schwer genug beim 9-Ball eine vernünftige Figur an einem kleineren Tisch zu machen... Aber die letzten 3 Jahre waren beim Snooker wirklich faszinierend. Taktik, Safe-Spiel & Breakbuilding haben (ohne Namen zu nennen) ein schwindelerregendes Level erreicht und es gab manch langen Frame, bei dem in einer halben Stunde kein Ball fiel, aber eine Spannung zum Fingernägelknabbern herrschte.

Beate wollte schon lange unbedingt eine schwarze Snooker-Kugel und erfüllte sich jetzt den Wunsch zum  Jahresende. Dann sprach sie mich an, ob ich noch ein Lederläppchen übrig hätte... Ich hatte direkt eine tolle Idee, aber nein, ein Läppchen reicht. Sie bekam einen Lederrest mit Loch und modelliertem Rand...: vorerst!

Nun war ich ohnehin krank zuhause und der PC steht direkt am Bett. Also entwarf ich ein Lederläppchen in Form eines Snookertisches.

Alles gar nicht so einfach, die Proportionen und Maße sollten ja stimmen. Gut, die schwarze Kugel wäre dann der große Ausreißer. Die anderen Bällel wurden beim Klischee zylindrisch, sie mussten ja eine Menge Druck ertragen.  Als Rohling sah das ja noch recht ansprechend aus.

Aber beim Färben ging es dann irgendwie schief. Der Farbblocker blockte nicht, die Abklebungen entwickelten massive Kapillarkräfte, die Farbe wurde fleckig und zu dunkel, die Taschenlöcher waren einen Tick zu groß. Es gefiel mir einfach überhaupt nicht!

Daher ich machte dieses Teil auch gar nicht erst fertig. Zudem sind 3,0 mm Leder zu wenig um eine Snooker-Kugel zuverlässig am Wegrollen zu hindern, ein leichter Stoß genügt und "sie bewegt sich doch", das hat uns dieses provisorische Läppchen schon mal gelehrt...

Also still und heimlich meine ursprüngliche Idee hervorgekramt und eine vernünftige Auflage konstruiert und mit dem 3D-Drucker gedruckt.

Die Auflage ist exakt für 52,45mm (2 Zoll) geformt und da rollt bis zu Beben von 5,2 auf der Richter-Skala gar nichts mehr weg. Dieser "Kugelthron" wird mit feinstem, roten Leder bezogen. Natürlich muss das Leder satt anliegend verklebt werden, gespannte Partien, sind wie Faltenbildung absolut unerwünscht.

Um den Kontrast zu erhöhen, gerade durch die Wirkung der Lichtkante, wird die Unterseite mit schwarzem Velourleder bezogen. So ist auch von der gedruckten Form gar nichts mehr zu sehen.

Einen sehr schönen Kontrast bildet das matte Leder zu der glänzenden Kugel.

Und da thront sie dann ...

Ok, das gefällt. Auch Beate ist zufrieden und nun kann Sie sie selbst auf dem Lautsprecher positionieren, ohne sie nach jedem Film wieder aufheben zu müssen...


2. Der Tabakbeutel

Ich legte mir den geprägten Rohling zurecht, Die Prägung des Schwertes hatte leider einen Fehler, aber

ich wollte weitermachen und punzierte einfach mal drauflos...

Ich entschied mich dazu, die raue Oberfläche einfach vom Rand bis zum Rand über das ganze Lederstück zu punzieren.

Die Fehler verschwanden so einigermaßen, ich hätte aber dennoch das Schwert fester prägen müssen und nicht schon beim "Klong" die Presse wieder öffnen sollen.

Aber als Tabakbeutel sollte es ja brauchbar sein. Die Aufnahme der Blättchen sollte innen liegen und nicht schnöde aufgesetzt, wie bei den Beutel, die man kaufen kann.

Das Krifon-Logo war aber wieder sehr schön geworden...

Dann wurde es in "Ochsenblut" gefärbt.

Die verzierten Seitenteile wurden verklebt und vernäht. Damit beim Kleben die vorgefertigten Löcher wirklich sauberübereinander liegen, führten Zahnstocher das erste und das letzte Loch. So gelang eine perfekte Flucht.

Nach einem ausreichenden Ablüften des Klebers, wurde das Garn eingefädelt, dann das Leder verpresst und ,it einer ordentlichen Sattlernaht vernäht.

Die fein abgestuften Färbungen im Leder kommen im Blitzlicht leider überhaupt nicht raus, Im Original ist er wirklich viel hübscher...

Die Vorderseite wird dadurch, dass sich der Druckknopf noch der Vernickelung entledigen wird und dann das echte Messing durchkommt, ebenfalls im Laufe der Zeit noch gewinnen.

Der Blättchenspender ist zwar fummelig nachzufüllen, aber weitaus schöner als die klassische Variante der Massenhersteller.

Zum Schluss wurden alle Kanten erneut beschnitten, verrundet, geschliffen und nachgefärbt.

Zwar nicht ganz wie ursprünglich geplant und erwartet, aber erst mal durchaus brauchbar... Auf zu den nächsten Projekten... (Buckler und Torpedo)


3. Das "Firmenschild"

Für meinen lieben Nachbarn, der mich so toll bei meinem Steampunk-Projekt unterstützt, habe ich ein als Dankeschön ein "Firmenschild" für sein traditionsreiches Geschäft entworfen... ;-)

Auch alte, rostige Ritterrüstungen wollten schon entsorgt / recycelt werden...

Die Branche wird man ja wohl erkennen...


4. Ein Patch für einen Fußballfan

Fußball ist nicht meine Welt, aber ich weiß, dass er für Viele absolut wichtig ist und manche absolute Fans eines Vereins sind. Sicher, im Internat haben viele für den ein oder anderen Verein geschwärmt, oft ändert sich der Verein nie wieder und man ist diesem Verein lebenslang "treu". Aber mir persönlich sagt das nicht viel, zwar habe ich schon viele Vereinslogos gesehen, aber ... ok.

Vor kurzem hatte mein netter Nachbar, (der mit dem Firmenschild), etwas gefeiert, das Spielergebnis jenes Tages war wohl recht gut. Er ist wirklich ein echter Fan des 1.FC Köln. Und weil ich es kann, habe ich ihm flott mal ein Patch für seine Lederjacke entworfen und gemacht. Er hat sich jedenfalls tierisch gefreut, wollte es dann aber ohne Farben in Leder, anik, natur. Dabei hatte ich extra die roten und schwarzen Flächen (Kreis/Schrift/Dom) erhaben gemacht, damit man dies leicht einfärben kann.

Geprägt:

Gefärbt:

versiegelt & fertig...

Ich möchte aber auch andere Varianten ausprobieren, rund "naturell" und eckig gefärbt...

Ja, vielleicht könnte man da sogar Geld mit verdienen? Man könnte ja mal die Marketingabteilung fragen, wie hoch dann die Lizenzgebühren wären... Man kann ja nicht dauerhaft seine Übungsvorlagen verschenken.


5. Ein Handycase

Eine Tasche für ein Handy, schlicht und einfach, so die Vorgabe. Ein Pferd, lebendig und Kraft ausstrahlend...

Einige Entwürfe später, war man sich einig


geschnitten geprägt

(leider konnte ich wegen einer OP den kompletten Mai nicht nähen, daher dauerte es etwas länger, aber nun geht es wieder), das Oxblood ist eine wirklich tolle Farbe, nur: das schafft kein Fotoapparat...

saubere Details

und fertig ist es. Im Sonnenlicht kann man die Farbe einigermaßen erahnen.

Innen mit weichem Velour um den Bildschirm zu schonen, der von gesamt 7,5mm Leder gut geschützt ist. Im Gegensatz zu einem Buch, öffnet es nach rechts.

denn dann hat man das Täschchen in der Linken und kann mit Rechts das Handy rausziehen und bedienen.

Diese Seiten sind Außen, gut versiegelt und geölt, gegen Wassertropfen und Verschmutzungen... Pflegeleicht.

Auf das Dampfpaddleremblem kann man ja nicht verzichten.


6. Visitenkartenspender

Nun habe ich mir professionell Visitenkarten drucken lassen, (die aus dem eigenen Drucker werden nicht wirklich schön),...

...aber wohin damit? In der Brieftasche möchte ich sie nicht haben, die ist durch die diversen Plastikkarten wie ec, visa, Gesundheitskarte u.v.m schon so dick, dass man schon Kleingeld regelmäßig rauswirft... Also ein eigenes Täschchen. Aber bitte mit Spenderfunktion. Die Spender im Netz haben aber nur eine Kapazität von 5-8 Karten und die Bewertungen sind fast durchgängig mies. Das Nachfüllen klappt nicht, man spricht gar von geplanter Obsoleszenz. Also scheidet kaufen und mit Leder veredeln aus, hier muss auch eine eigene "Mechanik her"... Mit ausreichender Kapazität, ich will da nicht täglich / wöchentlich nachfüllen müssen...

ja, so 25 Stück passen da rein, und so sieht das von hinten aus

Durch diesen Spalt werden sie vom Daumen durchgeschoben

Und das funktioniert perfekt.

Das Leder wird dieses Mal richtig bunt...:

aber nicht so eintönig, da muss noch etwas Struktur und "Leben" rein!

Ja, schon viel besser. Jetzt kann die Fertigstellung kommen.









7. Barschleder-Handy-Etui

Bei der allgemeinen Ideensuche zu meinem Paddelprojekt, stolperte ich über Fischleder, natürlich schaute ich dann mal genauer, wo bekommt man es, was kostet es, wie sieht sowas aus, was hat das denn für Eigenschaften und wurde schließlich beim Lederversand Berlin fündig. Eine Barschhaut in lila, der Lieblingsfarbe meiner Herzdame? Ok, musste ich haben, bestellte es direkt. (Ich liebe es, wenn man keine Art-Fotos einstellt, sondern genau die Häute fotografiert, die am Lager sind, wenn dann auch noch eine exakte Bemaßung dran ist - Perfekt!) Ich war auf dieses Leder wirklich gespannt, so etwas hatte ich ja noch nicht in der Hand. Gottseidank lieferten sie wirklich sehr schnell und ich konnte meine Neugier befriedigen. Wir(!) waren absolut begeistert, ein tolles Material. (Wie immer wenn ich hochzufrieden mit einer Leistung bin, teile ich es dem Lieferanten auch mit. Die Kontaktanschriften dienen ja nicht nur der Reklamation und Angestellte wie Inhaber freuen sich auch mal über eine positive Mail. Auch darauf bekam ich sofort und schnell eine sehr freundliche Antwort, so fühlt man sich als Neukunde gut behandelt, und trotz kleiner Aufträge ernst genommen!

Natürlich kann man das Besondere des Materials auf Fotos wieder einmal gar nicht wiedergeben.

Die Farbe war für Beate ideal, die raue, aber nicht unangenehm harte Schuppenstruktur hat einen ganz eigenen Reiz.

Sehr flexibel und dennoch fest und stabil. Aber das genialste ist der Silberglanz der Schuppen, von der einen Seite nicht zu sehen, reicht der Effekt in der Sonne bei Bewegung bis zum Eindruck von flüssigem Silber....

auch im Detail...

Man könnte es so schon einfach als Schmuckstück an die Wand hängen, aber das wäre eigentlich zu Schade.

Was sollte ich damit machen? Nein für das Paddelprojekt werde ich es nicht verwenden... Einen Holzrahmen für ein farblich passendes Bild? Och, das wäre zu statisch, die Reflexionen sind so toll, es müsste eigentlich ständig bewegt werden, man möchte es dabei haben. Dann die logische Idee, als ich für meine ehemalige BR-Kollegin das rote Handycase fertigstellte:

Beates 08/15 Industrietäschchen fürs Handy sieht im Vergleich einfach schuftig aus, und aus dem Barschleder könnte man wieder ein absolutes Unikat fertigen. Es ist groß genug und wird innen mit dickem schwarzen Velourleder gefüttert. Das Handy hat man meist dabei, man geht auch vorsichtig damit um und dieses Etui fällt garantiert auf!

Der Urlaub ist da und es geht bei vielen Projekten schnell voran. Die erste Impfung warf mich nicht um und voilá ist der Zuschnitt und die Namensplatte fertig zugeschnitten und gefärbt.

Die Details, z.B. hier vom Rahmen sind jetzt wirklich schon professionell...

Allerdings sollte ich mir bald mal eine bessere Kamera zulegen, den Farben und dem Fokus zuliebe...

(Solche Bilder sind knifflig... beim folgenden Bild ruhig mal durch anklicken vergrößern)

Jetzt wird noch geklebt, gelocht, genäht und wieder einmal verschenkt...

Die Schnittkanten werden gefärbt und dazu erneut Farbe angemischt...

Aber nun ist es fertig

und kann dann übergeben werden...

In die Struktur des Leders bin ich einfach verliebt...

Von außen, schlicht und einfach nur edel.

Innen der persönliche, dampfpaddler´sche Pfiff....

Das Smartphone ist jetzt rundum auch durch die seitlichen Überstände bestens geschützt und der Touchscreen ist gar durch 5 Lagen feinster Leder mit gesamt ~8,5 mm geradezu "gepanzert".

Ja, es sind noch Reste übrig, was lag näher, als das stets mitgeführte Zigarettenetui damit zu pimpen und so im Design anzupassen, das liegt meist neben dem Handy auf dem Tisch...

Die Kanten werden mit der Schleifmaschine gut geschärft, damit kaum eine Kante verbleibt. Die Vorderseite sitzt...

Jetzt sind beide Seiten fertig und dürfen bei einem Kaffee noch trocknen.


8. Die Impfpasshülle

Heute ist er ja fast so wichtig wie eine Geburtsurkunde noder der Personalausweis, Der Impfpass. Ja es gibt den Nachweis über Apps oder PDF mit QR-Code. Aber im Impfpass wird ja der Nachweis im Original geführt und er gilt als tatsächlich beweiskräftiges Dokument. Die meisten nehmen ihn daher auch mit, wenn es darauf ankommt, z.B. bei Reisen ins Ausland. Früher fristete er ein eher beschauliches Dasein, bei anderen Urkunden wie eben Geburtsurkunde, Familienbuch etc.

Da er meist schon viele Jahre auf dem Buckel hat, wird er durch die Mitnahme und das nicht gerade im Kartenformat gehaltene Design jetzt wirklich beansprucht und man möchte solch alte Dokumente doch gut geschützt wissen. Es muss eine "Rüstung" aus Leder her, das ist ja fast unverwüstlich. Flott ein Design entworfen ...

und, (da ja jeder in der Familie so einen hat), ein deutliches Unterscheidungsmerkmal für den Besitzer angebracht..., wie immer muss das jetzt noch trocknen.

Hmmm,... Nein, das neue "Antique Leather Stain"-Finish überzeugt mich nicht... Da werde ich noch mal massiv nacharbeiten (müssen)

nächster Schritt...

Zugeschnitten, Nahtrille, Kanten und eines wenigstens schon mal gelocht...

Die Rückseite ist Büffelleder...

Dann farblich angepasst, Unterschriften verfeinert. (Links das Werkzeug, was es dieses Mal nicht schaffte die Löcher auszuschlagen, rechts die Lochzange zum Nacharbeiten.

Jetzt noch nähen, versiegeln,.... und fertig:

An meiner Hülle nehme ich rotes Garn...

"Unkaputtbar°, Leder mit echter, versenkter Sattlernaht.


9. Beates Warnschild

Beate hat sich eine schöne Presse gekauft, schöner und leistungsfähiger als meine... Geholt haben wir sie mit drei Mann im tiefen Hessenland...

  • aus dem tiefen Keller, demontiert, und über drei Treppen durch ein feines Haus auf den Anhänger gewuchtet.
  • 360kg schwer
  • 75 X 57 x 185 cm groß
  • 14.000 kg Presskraft mit genialem Schlagring

Hier frisch nach der Montage in unserem ebenerdigen Anbau...

Sie ist beeindruckender, aber auch gefährlicher als meine kleine, aufgemotzte DIN A4 Presse. Da gehört doch eigentlich schon ein Warnschild dran! Mal sehen, Ich mache direkt zwei zur Auswahl. Natürlich wurde das Schild auch auf dieser "neuen" Presse geprägt.

Natürlich mit vernünftigem Halter

So sieht das dann vor dem Versiegeln aus.

Wie man sieht, es wurde sich für das "gelbere" Schild entschieden, noch versiegeln und montieren...

So, nun ist fertig montiert...

Macht sich doch richtig gut!

Das zweite Warnschild kommt an eine bauartgleiche Presse, (noch mal eine Nummer größer), die in der Buchbinderei der Benediktinerabtei Maria Laach steht. Gedacht als kleine Aufmerksamkeit, da Bruder Jakobus mir seine Mithilfe bei der Restaurierung / Neueindeckung von William Shakespeares Gesamtausgabe zusagte. Von dieser professionellen Hilfe können dann alle meine zukünftigen Buchprojekte profitieren. Natürlich mit einem passenden Halter und fertig versiegelt.

Dort gibt es auch noch andere tolle Maschinen, z.B. diese Heißprägepresse aus ~1890, gasbeheizt und weit über 1 tonne schwer.


10. 20 Jahre Boote-Forum!

Das boote-forum wird im Januar 2022 bereits 20 Jahre alt. Ich bin nun zwar kein Mann der ersten Stunde, aber immerhin auch seit Juni 2007 dabei. Nicht mein erstes Forum, aber bis heute das Wichtigste. Dieses Forum hat mir bei meinem Start in die motorisierte Welt des Wassersports sehr geholfen und auch so "manche Mark" gespart. Ich habe viele der virtuellen Freunde auch in der realen Welt kennen und schätzen gelernt. Manche Umbauten / Kombinationen hätte ich ohne die fachkundige Hilfe gerade der "Heizer-Nerds" niemals kennengelernt, geschweige mich getraut, diese so umzusetzen. Und auch in meinen schwierigen, einsamen Jahren, ersetzte mir dieses Forum fast die Familie und ich war wahnsinnig viele Stunden online.

Und dieses Forum feiert nun im nächsten Januar sein 20jähriges Jubiläum. Als kleines Dankeschön plane ich für den Gründer und Admin ein nettes Geschenk. (Das Interesse an Leder und gerade hier im Kapitel "Accessoires" ist hoffentlich eher gering... so könnte es immerhin eine Überraschung werden. ;-) )

Einen BF-Wimpel aus Leder als Wandbild, natürlich in den Originalfarben, sollte er bekommen.

Er fährt eine Bayliner 3255 und da bot es sich an, zumindest das Heck dieses Bootes als "Mastträger" für den Wimpel nachzubilden.

Dies kann man mit einem 3D-Drucker und etwas Arbeit sogar recht leicht umsetzen. Die typischen Linien des Bootes konnte man Pi mal Daumen einem Bild aus dem Netz abgucken und dann als Modell ausdrucken.


Das Modell soll auf das Bild aufgeklebt werden und kein Scale-Modell werden. Die Farbgebung ist dabei nebensächlich, das wird nicht bemalt o.ä..

Silbernes Filament und ein Hintergrundbild in dezenten kühlen Wassertönen auf einer silber reflekierende Alubondplatte mit 30x40cm, sollen nicht vom Wimpel ablenken, der neben dem "Zeitstrahl" als einziger in kräftigen Farben die Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll. Das Dampfpaddler-Logo sollte auch nicht fehlen, aber dezent und seriös als Signatur den Betrachter nicht "anschreien", also verstecke ich es in der Spiegelung der großen Bäume. Mal schauen, wie es beim fertigen Bild dann rüberkommt.

Nachdem das Design und Größe fest gelegt war, ging es direkt an die Umsetzung, denn wie schnell die Zeit verfliegt, ist ja offensichtlich und ich möchte es pünktlich fertig haben und übersenden können...

Der Zeitstrahl weist in die Zukunft, bei der die nächsten 10 Jahre lediglich die nächste Etappe darstellen.

Erst nur in gelb...

dann das satte Blau, ja, so sind die Farben richtig

Aber das sind reine Vorarbeiten, da muss noch einiges getan werden....

Mann, bin ich spät dran. Und eigentlich wollte ich den Heckausschnitt ja ursprünglich gar nicht bemalen, aber ich besorgte doch die benötigten Acrylfarben weiß, schwarz, braun und dunkelblau und...

versaute es direkt mächtig! PLA, also 3-Druck hatte ich bisher noch gar nicht bemalt, die Acrylfarbe war auch in der falschen Viskosität, als ich es bemalte, kurzum: Völlig verpfuscht!

Silber "natur" war viel besser, auch die Schleifergebnisse haben mich nicht überzeugt. Das hätte man vorher ganz fein schleifen müssen, Füllspachtel und wieder schleifen, ... oder eben lassen wie es ist.

OK, geht garnicht, das wird auch nichts mehr, ergo: Entsorgt! Da muss ich mir etwas anderes einfallen lassen und ließ Beate dann eine der 3 noch kurzfristig möglichen Varianten aussuchen. Dazu aber erst später mehr, jedenfalls werde ich mich jetzt beeilen müssen.

Die Lederteile dagegen, geschnitten, überarbeitet, (dieses Mal mit scharfen Kanten), sind sehr schön geworden und müssen nur noch versiegelt und aufgebracht werden.

Bei der Anpassung auf dem Alubond-Bild fiel auch die Entscheidung, kein hochglänzendernLederlack auf dem wunderschön alumatten Bild zu verwenden, hier kommt dann doch wieder BagKote mit seinem Seidenglanz zur Anwendung, das ist einfach passender.

Und als fertiges Bild sieht das wirklich gut aus.

Den unbrauchbaren 3D-Druck ersetzte ich durch echtes Holz, welches den Flaggenstock in vereinfachter Form simuliert. Fein geschliffen, auf braun getrimmt und im gleichem seidig schimmerndem Lederfinish. Die natürliche Maserung passt wirklich perfekt zum Hintergrundbild. Mir gefällt die gesamte, Cartoon-artige Anmutung.

Die Zeitleiste des bisher zurück gelegten Forumwegs ist als Jubiläums- und Meilenstein wirklich aussagefähig, denke ich. Da muss kein  schreiender "20 Jahre" Vermerk auf das Bild. (Und mit dem "Auf und Ab" dieses Weges verbindet wohl jeder im BF wahrscheinlich irgendwas eigenes...)

Und wem es nicht aufgefallen ist, ja mein Logo als Signatur stört wirklich nicht. Wie geplant angepasst und dezent, keine "schreiende Neonreklame". Schön in der dunklen Spiegelung der hohen Bäume eingearbeitet, ist sie da, aber beeinflusst das schöne Bild überhaupt nicht.

Och, das Bild sieht so edel aus, ich mächte es gar nicht verschicken. Das könnte ich mir auch sehr gut in meinem Wohnzimmer vorstellen.

(Aber ich werde es dann doch, gut verpackt auf den Weg schicken müssen, damit es den Versand folgenlos übersteht.)

Aber ich bin sicher, das kommt bei Bernd genau so an, wie es gemeint ist. Eine Hommage für 20 vergangene Jahre und eine Bitte für die Nächsten...

Schade, nicht mal ein Foto im Forum, Danke kam nur über PN, ob er sich schämt? Hätte ich mal besser bei mir hängen lassen.

11. Pellenzer Open Air

Ja, unser schönes, liebgewonnenes OpenAir Festival in Plaidt. Von vielen wird es "Little Woodstock" genannt und findet regelmäßig seit 1983 statt.

Es ist wirklich besonders, klein, aber wirklich fein, mit einem breit gefächerten Angebot und so ist fast für jeden etwas dabei... (Gut, Schlager und Marschmusik fallen da schon raus.) Auch die Möglichkeit, direkt neben dem Festivalgelände zu campen und zelten, sorgt für eine angenehme Stimmung. Immer am 3.ten Wochenende im August!

Damit ihr eine Ahnung von der Stimmung dort bekommen könnt, habe ich mal ein paar Fotos und Filmschnipsel zusammengestellt:

Dann schlug Corona zu und es gab auf der homepage in den vergangenen 2 Jahren nur schlechte News zu lesen... (Daher mache ich ja auch jetzt und hier etwas Werbung!)

Aber jetzt, ja, dieses Jahr soll endlich das sehnlichst erwartete 37. Pellenzer Open Air am 19-21.08.2022 wieder wie gewohnt stattfinden. Aus diesem Anlass musste ich einfach ein paar Lederpatches für mich, meine Herzdame und einigen aus dem Planungskomitee gestalten...

Es gibt also wieder eine Basarmeile und eine Futterecke, die auch mit veganen indischen Gerichten, urigen Holzofenpizzen, aber auch dem Standard Curry-Wurst, Steak, Pommes, sowie natürlich Kuchen & Kaffee ebenfalls für jeden etwas bietet. Diesesmal ist aber leider unser Obstweinstand (der mit den vielen Umdrehungen) nicht mehr am Start, da der Betreiber leider verstorben ist und er keinen  Erben hat, der das fortführt. Er hinterlässt eine schmerzhafte Lücke.

Ich werde mir dann wieder Kaffee und Dampf für Erwachsene gönnen...

Die Kinder holen sich den gleichen Dampf ohne Nikotin direkt an der Bühne ab...

Für die Kinder wird hierviel getan, ein Zauberzelt von Mr. Kerosin (der am Samstag abend zum Ausklang immer eine tolle Feuershow präsentiert) dient den ganzen Tag mit Zaubershows und Jonglierwettbewerben zur Bespaßung der Kleinen. Ich habe hier noch kein Kind gesehen, dem langweilig war. Ein Riesenlagerfeuer sorgt für Abenteuerstimmung und abends für Feuerscheinromantik und noch vieles mehr. Sicher auch wieder vor Ort sind unsere eifrigen Pfandräuber (Flaschen / Gläser / etc.)

Und anders wie bei den großen Events wir Rock am Ring & Co. kann man hier auch mit den Stars direkt auf der Bühne am Ende ihrer Show auf Tuchfühlung gehen...

So dann kommen wir noch zur Kostenseite...

  • "Kinder und Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten bei uns an allen Tagen freien Eintritt! Das gleiche gilt auch für Senioren, die das 66. Lebensjahr bereits überschritten haben.
  • Sonntag ist bei uns für jedermann der Eintritt kostenfrei.
  • Parkplätze sind in Plaidt kostenfrei.
    Und für die Wenigen, die in keiner dieser Schnittkreise fallen, bleiben folgende Eintrittsgelder über:
  • Wochenendticket im Vorverkauf: 25,- Euro
  • Wochenendticket an der Tageskasse: 30,- Euro
  • Tageskarte Freitag: 20,- Euro
  • Tageskarte Samstag: 25,- Euro
  • Zelt- und Campinggebühren, wie auch Müllgebühr oder sonstige unauffällige Nebenkosten, die auf fast jedem anderen Festival zusätzlich anfallen, sind bei uns schon in den Eintrittspreisen drin enthalten."
  •  Quelle

So, jetzt aber genug Werbung, hier die Lederbilder...., frisch gepresst,...

noch ganz nass

2 mal feucht gefärbt, 3x erst nach dem Trocknen.

Aber alle mit dem schönen Logo.

Auch verschiedene Versiegelungen habe ich ausprobiert.

Eigentlich gefallen mir aber alle...

Den Brennstempel habe ich neu poliert, das hat sich auch gelohnt, die Schrift ist gestochen scharf.

Fertig zum verschenken...


Hier wird wohl immer wieder mal etwas dazukommen... ;-)